Krebs durch Milch?

Milch ist gesund und stärkt die Knochen– so wird zumindest dafür geworben. Doch wie wirkt sich der Konsum von Milchprodukten tatsächlich auf unseren Körper und unsere Gesundheit aus? Um die Auswirkungen nachvollziehen zu können, müssen wir vorerst die Funktion des Körpers verstehen.

 

Wie funktioniert unser Körper?
 

Wir erhalten im Verlauf des Tages unzählige Informationen, welche über unsere Sinnesorgane aufgenommen und über das Nervensystem zum Gehirn weitergeleitet werden. Alles was wir sehen, hören, riechen, schmecken und tasten wird dem Gehirn mitgeteilt. Das Gehirn filtert und entschlüsselt die Informationen und löst eine entsprechende Reaktion aus. Wenn wir z.B. Essen riechen oder sehen steigt unser Appetit – aber wieso eigentlich? Das Nervensystem regt aufgrund von den empfangenen Reizen/Informationen die Ausschüttung von chemischen Botenstoffen, sogenannten Hormonen an. Hormone sind Informationsträger, die eine Botschaft an Zellen übermitteln und dadurch eine weitere Reaktionen in Gang setzen und so unseren Stoffwechsel, unsere Gesundheit und unser psychisches Wohlbefinden steuern. Wir besitzen über 100 verschieden Hormone, welche situationsspezifisch ausgeschüttet werden. Im Falle des obigen Beispiels wir das Hormon Ghrelin ausgeschüttet, welches der Zielzelle die Botschaft „Appetit steigern“ übermittelt. Danach können wir die Empfindung "Appetit" bewusst wahrnehmen. Dies alles geschieht innerhalb kurzer Zeit.

 

In unserem Körper findet ein stetiger Informationsaustausch statt, damit die Körperfunktionen aufrechterhalten werden können. Das Nerven- und Hormonsystem beeinflussen sich gegenseitig und bilden die Kommunikationszentrale.

 

Was das Ganze nun mit der Milch zu tun hat

 

Jedes Nahrungsmittel hat eine andere Zusammensetzung. Damit unser Körper die Bestandteile eines Lebensmittel überhaupt verdauen und verwerten kann, muss er diese zuerst abspalten und entschlüsseln. Nach der Entschlüsselung werden dann spezifische Hormone und Enzyme (biochemische Verbindungen) ausgeschüttet, um die Stoffwechselvorgänge einzuleiten.

Nahrungsmittel sind also auch eine Information für unseren Körper, die zur Ausschüttung von Hormonen führt, welche wiederum unseren Stoffwechsel, unsere Gesundheit und unser psychisches Wohlergehen beeinflussen. 

Die Frage ist also was
in der Milch enthalten ist und welche Prozesse in unserem Körper durch den Verzehr ausgelöst werden.

 

Sinn und Zweck der Milch

 

Bevor ich auf die Zusammensetzung der Milch eingehe, möchte ich noch kurz den eigentlichen Sinn und Zweck der Milch zusammenfassen.
 

Wofür die Milch erschaffen worden ist, erkennen wir sobald wir die Natur beobachten. Milch wird von der Mutter produziert, um einen Säugling zu ernähren. Sei es nun eine Frau, eine Kuh oder ein anderes Tier, die Milchproduktion ist nur aktiv, wenn Nachkommen zur Welt gebracht wurde. Milch ist also Säuglingsnahrung. Das faszinierende ist, dass die Milch individuell auf den Säugling und dessen Bedürfnisse abgestimmt ist. Das heisst jede Milch hat eine andere Zusammensetzung. Nur die Aufgabe der Milch ist immer dieselbe: Wachstum und Entwicklung des Säuglings fördern.

 

Nach einer bestimmten Zeit stellt sich die Milchproduktion der Mutter ein. Ein Signal von der Natur, dass nun auf andere Nahrungsmittel zurückgegriffen werden kann und soll. Nur der Mensch wehrt sich „ein wenig“ gegen dieses Signal. Sobald eine Mutter keine Milch mehr produziert, wird einfach auf Kuhmilch zurückgegriffen, welche eigentlich für ein Kalb bestimmt ist. Nun muss der menschliche Körper eine artfremde Milch entschlüsseln. So ein Phänomen kann man sonst nirgendwo in der Natur antreffen. Oder stell Dir mal ein Kalb vor, dass nach dem Abstillen zu einem Affen geht und seine Milch verzehrt.
 

Was ist drin in der Milch?
 

Die Milch besteht beim Menschen und bei einer Kuh aus Wasser, Milchzucker, Milchfett, Eiweiss, Vitaminen und Mineralstoffen - die Zusammensetzung unterscheidet sich jedoch.

 

Proteine (Eiweisse) sind das Baumaterial für unseren Körper und fördern das Wachstum. Je schneller ein Säugling wachsen soll, desto mehr Protein ist in der Muttermilch enthalten. Da ein Kalb sein Gewicht innerhalb von 47 Tagen (1.5 Monate) verdoppeln soll, enthält die Kuhmilch 3,3% Protein. Ein Baby hingegen soll sein Gewicht erst innert 180 Tagen (6 Monaten) verdoppeln, weshalb die Frauenmilch nur 1,2% Protein enthält.
 

Bei einem Kalb steht vor allem das körperliche Wachstum und bei einem Baby vor allem die Gehirnentwicklung im Vordergrund. Aus diesem Grund enthält die Kuhmilch ca. 5-mal mehr Kalzium als die Frauenmilch. Die Frauenmilch wiederum besitzt mehr Milchzucker, weil dies den Aufbau von den Nervenzellen fördert.
 

Nebst den Nährstoffen benötigt der Körper nun aber die entsprechenden Hormone im Körper, welche den Zellen den Auftrag „Entwicklung und Wachstum“ kommunizieren. Aus diesem Grund beeinflusst die Milch unsere Wachstumshormone.
 

Wachstumsfaktor
 

Durch die Milch wird die Produktion vom spezifischen Wachstumshormon IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) angeregt. Dieses Hormon reguliert die Wachstumsgeschwindigkeit von den gesunden Zellen und regt die Entsorgung von den alten/kranken Zellen an. Dieser Reiz wird sowohl von einem Baby, als auch von einem Kalb benötigt.

 

Das Problem ist, dass wir die Kuhmilch zweckentfremden und dass bei der Entschlüsselung die Funktion von unserem IGF-1 gestört wird. Die Teilungsgeschwindigkeit von unseren Zellen steigert sich und gleichzeitig wird die Entsorgung der alten/kranken Zellen behindert.

 

Was bedeutet das konkret? Bei der Zellteilung werden neue Zellen gebildet, in dem bestehende Zellen kopiert werden. Das heisst durch den Wachstumsreiz werden jetzt nicht nur die gesunden Zellen, sondern auch die alten/kranken Zellen kopiert, welche nicht abgebaut werden können. Wir können uns das wie bei einem Kopierer vorstellen. Wenn wir ein Schreiben kopieren das einen Fehler beinhaltet, dann haben wir anschliessend 2 mal denselben Fehler. Eigentlich müssten wir das Schreiben mit dem Fehler eliminieren, doch stattdessen kopieren wir immer und immer wieder den selben Fehler weiter.

 

Auch Krebszellen sind alte/kranke Zellen. Wenn im Körper nun Krebszellen vorhanden sind, dann wird durch die Milch der Abbau dieser Zellen gehemmt und die Teilung, also Vermehrung gefördert. Heute kann ein erhöhter IGF-1 Spiegel als Marker (Zeichen) für Krebs gelten.

 

Milchprotein Kasein & Whey

 

Das Protein in der Kuhmilch besteht aus 20% aus Molkenprotein (Whey) und 80% aus Kasein. Die Frauenmilch besteht im Vergleich nur zu 40% aus Kasein. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass die Krebsentstehung durch Anregung der Wachstumsfaktoren in besonderem Masse durch das Kasein in der Milch gefördert wird. Hinzu wurde festgestellt, dass im Körper beim Abbau von Kasein morphinähnliche Stoffe entstehen. Morphin ist ein starkes Schmerzmittel (Opiat) und wirkt beruhigend. Es unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz, weil ein hohes Abhängigkeitsrisiko besteht. Das heisst, dass der Konsum von Milchprodukten nicht nur krank, sondern auch noch süchtig macht.

 

Um deinen täglichen Proteinbedarf abzudecken, kannst Du deine Ernährung mit pflanzlichen Proteine ergänzen.

 

Kalzium für starke Knochen?

 

„Kuhmilch ist kalziumreich und stärkt die Knochen.“  

 

Ja die Kuhmilch enthält viel Kalzium, aber auch viel Eiweiss, welches von den Nieren abgebaut werden muss. Beim Abbau von Eiweiss entsteht immer Säure. Das ist ein natürlicher Vorgang. Milch ist also stark säurebildend. Diese Säure muss wieder neutralisiert werden, damit unser Stoffwechsel optimal funktionieren kann. Denn sobald der Säuregehalt in unserem Blut zu hoch ist, wird der Stoffwechsel verlangsamt, der Fettabbau gehemmt, der Muskelaufbau erschwert, das Immunsystem geschwächt und der Selbstheilungsmechanismus eingeschränkt. Eine Übersäuerung begünstigt dadurch die Entstehung von verschiedensten Krankheiten, unter anderem auch von Krebs.
 

Für die Neutralisierung der Säure benötigt unser Körper nun vor allem Mineralstoffe, dazu zählt auch das Kalzium. Da in den westlichen Ländern die meisten Menschen unter einem Vitamin- und Mineralstoffmangel leiden, muss der Körper die entstandene Säure nun mit den körpereigenen Mineralien neutralisieren. Unser Körper setzt dafür Kalzium aus den Knochen frei (99% des Kalziums befindet sich in unseren Knochen). Der Konsum von Milchprodukten führt also nicht dazu, dass unsere Knochen stärker, sondern schwächer werden.

 

Die Werbemasche ist also eine grosse Lüge. Die einzigen, die vom Milchkonsum wirklich profitieren sind die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. (Mit der Lebensmittelindustrie sind die grossen Konzerne und nicht die Bauern, welche unter den tiefen Verkaufspreisen leiden, gemeint.)

 

Alternativ Schaf- und Ziegenmilch?
 

Auch vom Verzehr von Schaf- und Ziegenmilch ist abzuraten. Denn auch diese Milch ist nicht für den Menschen bestimmt und hat einen erhöhten Eiweissgehalt.

 

Milchprodukte reduzieren

 

Als Dozentin der Ernährungscoach Ausbildung werde ich oft gefragt, ob man nun komplett auf Milchprodukte verzichten soll. Für jemanden, der sehr gerne und viel Milchprodukte konsumiert sind diese Informationen zu Beginn vielleicht ein wenig enttäuschend. Für mich, als Käseliebhaberin waren sie das auf jeden Fall.

 

Doch sobald man weiss, welche fatalen Auswirkungen die Milchprodukte haben, kann man seine Gesundheit und sein Wohlbefinden bewusst beeinflussen. Der Verzicht ist unumgänglich, wenn man langfristig gesund, fit und energiegeladen sein möchte. 


Wer nicht komplett auf Milchprodukte verzichten möchte, dem empfehle ich, die Menge kontinuierlich zu reduzieren und maximal 1 mal pro Woche auf Milchprodukte zurückzugreifen - auch dann in nur geringen Mengen.
 

WICHTIG: Im Falle einer Krebserkrankung müssen die Milchprodukte komplett aus der Nahrung gestrichen werden, um so den gefährlichen Wachstumsreiz zu verhindern.

 

Gesunde Alternativen
 

Wer sein Müsli, seinen Shake oder sein Dessert doch ein wenig „milchig“ möchte, kann alternativ pflanzliche Milch, wie etwa Kokos- Hafer-, Haselnuss- oder Mandelmilch verwenden. Bitte achte beim Kauf auf die Zutatenliste und die Nährwertangaben, oft werden sehr grosse Mengen Zucker beigefügt.

 

 

In diesem Blog habe ich mich bewusst nur auf die gesundheitlichen und nicht auf die ethischen Aspekte gestützt, welche für den Verzicht der Milchprodukte sprechen.

 

Wenn Dir dieser Blogbeitrag gefallen hat, darfst Du ihn gerne mit deinen Freunden und deiner Familie teilen, damit auch sie von diesem Wissen profitieren und noch gesünder leben können.

 

Möchtest Du noch mehr über Ernährung & Gesundheit erfahren und evtl, selbst zum Experten werden, um deine Kunden individuell, professionell und fachgerecht zu beraten? Dann informiere Dich über >> die Ausbildung zum Dipl. Ernährungscoach SNFA
 

Bemerkung: Das Wissen, welches in unseren Blogbeiträgen, Coachings und Ausbildungen vermittelt wird, stammt von Herrn Isik Birol. Seine Coachings sind ganzheitlich, zeitgemäss und weltweit einzigartig. Erfahre mehr über ihn und seine Coachings unter: www.birolisik.com 

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