The power of love – die Kraft der Liebe innerhalb einer Beziehung

February 4, 2018

 

 

Was ist Liebe überhaupt? Was ist das Geheimnis einer glücklichen und leidenschaftlichen Beziehung? In einer Zeit, in welcher Partner wie Produkte über Onlineplattformen gesucht werden und Beziehungen bei der ersten Meinungsverschiedenheit beendet werden, im Glauben das Angebot auf dem Markt sei gross genug, ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen sich als beziehungsinvalid betrachten. Die innere Grundhaltung „andere Mütter haben auch schöne Töchter/Söhne“ sagt ziemlich viel über das Bewusstsein und die Werte unserer Gesellschaft aus. Partner werden wie Gegenstände betrachtet, die man wegwirft oder austauscht, wenn sie nicht mehr funktionieren. Wir leben in einer Aufgebergesellschaft lauter Menschen, die sich eine schöne und harmonische Beziehung wünschen, aber möglichst nichts dafür tun möchten. Arbeit haben wir schliesslich in unserem Job genug, weshalb sollten wir an der eigenen Beziehung auch noch arbeiten? Eine verzerrte Selbstwahrnehmung vieler Menschen führt dazu, dass viele mit folgender Grundhaltung in eine Beziehung gehen: „ich bin wie ich bin und wenn mich jemand wirklich liebt, dann liebt er mich auch mit meinen Ecken und Kanten“. Was als Selbstliebe gerechtfertigt wird, ist in Wahrheit Egoismus und Faulheit. Bestimmt ist es nicht die Aufgabe eines Partners seine Partnerin oder seinen Partner nach seinen Wünschen zu formen. Wer jedoch schon mit der Einstellung „ich möchte und werde mich nicht verändern“ in eine Beziehung geht, muss sich nicht wundern, wenn diese zum Scheitern verurteilt ist. Denn Veränderung und Wachstum sind die Voraussetzungen für langfristigen Erfolg, egal in welchem Bereich, ob in der Beziehung, im Job, im Bewusstsein oder in anderen Lebensbereichen. Alles was lebt wächst, dies ist die Grundlage der menschlichen Natur.

Wir sind gar nicht so verschieden, wie wir glauben. Jeder von uns möchte eigentlich nur glücklich sein und wünscht sich tief im Herzen eine schöne, harmonische und glückliche Beziehung. Den Meisten fehlen aber die Werkzeuge und das Wissen, um dies in ihrem Leben auch zu verwirklichen. Um unseren Job verantwortungsbewusst auszuführen machen wir 3-10 Jahre Aus- und Weiterbildungen, wenn es jedoch um das Führen einer Beziehung geht, haben die meisten Menschen das Gefühl man muss sich nicht gross darum kümmern, da es in unseren Genen liegt. Deshalb haben wir ja das Dilemma – mehr als jede 2. Ehe geht in die Brüche und tagtäglich gehen sich Partner fremd, gehen Affären ein und lügen sich gegenseitig an. Dies führt dazu, dass unzählige Menschen verletzt werden und sich der Liebe verschliessen, um nicht erneut verletzt zu werden. Frauen werden zu Emanzen, weil sie von Männern enttäuscht wurden und die gewünschte Liebe und Zuneigung nicht erhalten haben und Männer verweiblichen und verlieren ihre Männlichkeit, weil sie die Führung den Frauen abgeben, weil sie einerseits zu wenig Anerkennung und Wertschätzung erhalten und um sich andererseits den Nörgeleien und der Tyrannei gewisser Frauen zu entziehen. Aber mal ehrlich das hat doch nichts mit unserem Ursprung zu tun. Nichts ist unattraktiver als verweiblichte Männer und Frauen, welche sich wie Männer aufführen und ihre Weiblichkeit aufgegeben haben. Was unserer Gesellschaft fehlt sind richtige Männer, welche die Führung übernehmen, ihre ursprüngliche Willenskraft aktivieren und ihren Frauen und Kindern Kraft und das Gefühl von Sicherheit schenken und Frauen, die ihren Männern genug Vertrauen schenken, um sich von ihnen führen zu lassen, ohne ihre Individualität und ihre Weiblichkeit aufgeben zu müssen. Es sind die Verletzungen der Vergangenheit, welche dazu führten, dass die meisten Menschen ihr wahres Ich aufgegeben und das Vertrauen in andere verloren haben. Aber dies ist keine Lösung – offensichtlich.

 

Wie können wir also zurück zu unserem Ursprung finden und eine bereichernde und erfüllende Beziehung führen, ohne unsere eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken oder aufzugeben?

 

Um dies zu verstehen braucht es ein Verständnis über die Zusammenhänge verschiedenster Bereiche wie der Psychologie, der Kommunikation, der Verhaltensforschung, der Biologie und vieler weiterer Faktoren. Ich habe das Privileg einen Partner an meiner Seite zu haben, der mir Zugang zu diesem wertvollen Wissen geschaffen hat und mir über die Jahre hinweg immer mehr Zusammenhänge klargemacht hat – nicht nur theoretisch, sondern in der Praxis. Das Resultat ist das Privileg einer unglaublich tiefgründigen, erfüllenden, harmonischen und einzigartigen Beziehung, wie ich sie mir nie hätte vorstellen können. Daher möchte ich meine Erfahrung und Erkenntnisse mit euch teilen, damit sich auch die Qualität eurer Beziehungen verbessern kann. Die wichtigsten Zusammenhänge für ein schönes, erfülltes und erfolgreiches Leben habe ich von Birol gelernt, der sich seit 13 Jahren intensiv mit diesen Themen auseinandersetzt und zudem Zugang zum Quantenfeld hat.

 

Vor 7 Jahren habe ich Birol kennengelernt und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich fühlte mich sofort hingezogen zu dieser wunderschönen Seele und spürte intuitiv eine Verbundenheit, die auf rationaler Ebene nicht erklärt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Birol jedoch noch in einer Beziehung und auch ich hatte mich erst frisch von meinem Exfreund getrennt, weshalb wir uns wieder aus den Augen verloren haben. „Zufälligerweise“ haben sich aber unsere Wege mehrmals wieder gekreuzt, auch nachdem er die Firma verlassen hatte, für welche wir beide arbeiteten. Mit meinem heutigen Bewusstsein weiss ich, dass es keine Zufälle gibt. 2 Jahre nach unserer ersten Begegnung hat sich Birol wieder bei mir gemeldet. Obwohl er erst sehr frisch aus der alten Beziehung heraus war und viele Enttäuschungen und Verletzungen erfuhr, hat er sich der Liebe nicht verschlossen und sich als beziehungsinvalid erklärt, sondern hat sein Herz geöffnet und weiterhin in die Liebe vertraut. Danach ging alles ziemlich schnell. Nach dem 2. Date bin ich zu ihm nach Hause gegangen und nie wieder weg. Ich habe alle meine Jobs und meine Wohnung in Zürich gekündigt und 2 Monate später auch noch mein Betriebswirtschaftsstudium nach 2.5 Jahren geschmissen. Die ersten 2 Jahre waren schwer. Eine Beziehung aufzubauen ist schon herausfordernd genug, gleichzeitig haben wir jedoch noch gemeinsam eine Firma aufgebaut und waren 24 Stunden zusammen. Dies machte die ganze Sache nicht gerade einfacher. Ich habe viel geweint, wir haben uns oft gestritten und mehrmals beinahe getrennt. Unzählige Diskussionen und eine immer ehrlichere und offenere Kommunikation führten jedoch dazu, dass wir uns immer besser kennen- und verstehen gelernt haben und uns immer näher kamen. Das Band, welches uns zusammenhält wurde mit jeder Auseinandersetzung und Versöhnung stärker und führte zu der unglaublich starken Verbundenheit, welche uns heute zusammenhält.

 

Viele schauen unsere Bilder an und denken wir würden niemals streiten. Mit diesem Mythos möchte ich hiermit aufräumen, denn keine Beziehung ist perfekt. Eine schöne Beziehung bedeutet nicht, dass alles immer rosarot ist und man permanent glücklich ist, niemals diskutiert oder sich immer einig ist. Im Gegenteil - sie ist, wenn sie echt ist, mit Tränen und Schmerz verbunden. Nicht, weil man sich nicht liebt, sondern einerseits, weil Dich ein Partner, der Dich wirklich liebt und ehrlich ist, mit deinen Schwächen konfrontiert. Niemand setzt sich gern mit seinen Schwächen auseinander. Es erfordert sehr viel Mut ehrlich zu sich selbst zu sein und sich selbst kennenzulernen. Andererseits sind wir Menschen in einigen Punkten und Ansichten verschieden und es kann schmerzhaft sein, unterschiedliche Ansichten zu erfahren und zu akzeptieren. Umso wichtiger ist eine klare und offene Kommunikation aber dazu später mehr. In der heutigen Gesellschaft definieren wir uns und unser Gegenüber oftmals über den Social-Media-Auftritt. Dieser zeigt aber nur einen Bruchteil der Realität auf. Denn niemand macht einen Livestream während eines Streits oder lädt ein Foto hoch, dass sie oder ihn am Weinen zeigt. Da man sich auf Social-Media-Kanälen immer von seiner besten Seite zeigt, entstehen bei den Followern oder Betrachtern der Fotos falsche Erwartungen an die eigene Beziehung, das eigene Aussehen, den eigenen Lifestyle usw. Daher möchte ich offen und ehrlich sein, denn eine Beziehung erfordert Geduld, Verständnis und Arbeit. Der Lohn dafür ist jedoch von unschätzbarem Wert. Aus meiner Sicht ist nichts wertvoller als eine offene, ehrliche und tiefgründige Beziehung.

Ich sehe es als grosses Privileg Birol an meiner Seite zu haben und möchte das Wissen und die Erkenntnisse, welche ich mir dank ihm aneignen durfte nicht nur für mich einsetzen, sondern auch mit euch teilen. Gefühle kann man niemals vollständig in Worte fassen und auch die Tatsache, dass ich meinen Alltag seit 5 Jahren selbst bestimmen kann und mir viel Wissen aneignen konnte, macht es nicht ganz einfach, diese Erkenntnisse in einem Blog zusammenzufassen. Wahrscheinlich könnte ich ein Buch darüber schreiben – vielleicht werde ich das mal tun :) Aber in diesem Blog möchte ich meine Ansicht zusammenfassen, was die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und erfüllende Beziehung sind. Daher habe ich 10 Grundpfeiler definiert, welche aus meiner Sicht absolut notwendig sind, wenn man sich nicht nur eine lange, sondern insbesondere eine tiefgründige und qualitativ hochwertige Beziehung wünscht.

 

Die 10 Grundpfeiler einer erfolgreichen Beziehung

 

1. Liebe

 

Der erste Punkt mag vielleicht den Gedanken hervorrufen „das ist doch nichts Neues“. Doch was ist Liebe? Liebe hat nichts mit sexueller Anziehung oder einer Zwecksbeziehung zu tun. Viele Menschen sind mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen, weil es zur Gewohnheit wurde, weil sie abhängig vom Partner oder der Partnerin sind oder weil sie einfach Angst haben allein zu sein. Dies hat absolut nichts mit Liebe zu tun. Und abgesehen davon würden sich diese Menschen wundern, wie schön ein Leben ohne diese erzwungene, unehrliche Beziehung wäre. Versteh mich nicht falsch ich bin wie bereits erwähnt nicht der Meinung, dass man eine Beziehung schnell aufgeben sollte. Wenn es jedoch grundlegende Unterschiede bei den Interessen, Werten und Zielen gibt, wird das auf Dauer sowieso nichts, weshalb man es besser gleich beendet. Viele Menschen stehen sich da selbst im Weg aus Angst vor dem Unbekannten. Wir wurden ängstlich erzogen und sehen überall immer Gefahren. Die Kehrseite ist jedoch, dass jede Veränderung auch Chancen mit sich bringt. Es ist alles eine Frage des Fokus. Liebe bedeutet sein Gegenüber zu sehen und zu schätzen. Jemanden zu sehen bedeutet, seine Seele zu sehen, seine Absichten zu erkennen, die Schönheit, die in jedem von uns steckt zu entdecken und zu ehren und sein Wesen als Individuum anzuerkennen. Es bedeutet dankbar zu sein diesen Menschen an seiner Seite zu haben und mit ihm Zeit verbringen zu dürfen, Tag für Tag. Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand Dir seine begrenzte Lebenszeit und seine Aufmerksamkeit schenkt. Nur weil wir eine Beziehung führen, ist es nicht unser Recht dem anderen vorzuschreiben was er zu tun hat und wie er sein und sich verhalten sollte. Wir sind und werden immer Individuen sein und haben das Recht unser Leben selbst zu gestalten. Natürlich sollte man dabei Rücksicht auf die Menschen im Umfeld nehmen, jedoch sollte man die eignen Bedürfnisse und Persönlichkeit nicht vergraben müssen. Jemand der Dich wirklich liebt, versucht Dich nur dann zu verändern, wenn es Dich näher zu deinem wahren Selbst bringt, nicht jedoch, um Dich so zu formen wie er oder sie Dich gerne hätte. Liebe bedeutet den anderen frei zu lassen. Dein Partner oder deine Partnerin wird niemals Dir gehören. Birol hat mir dies folgendermassen erklärt. Er sagte mir „Du bist nicht MEINE Frau, denn dies würde bedeuten, dass Du mir gehörst und ich über alle deine Gefühle verfüge. Dies ist aber nicht der Fall. Ich sehe Dich nicht als mein Eigentum, sondern als Teil von mir. Du bist die andere Hälfte, die mich komplett macht. Daher werde ich immer auf Dich und auf deine Bedürfnisse achten und zu Dir Sorge tragen, denn ich weiss, nur wenn es Dir gut geht, geht es auch mir als Ganzes gut.“

 

Auch wenn man eine Beziehung eingeht, ändert sich nichts daran, dass man unterschiedlich ist und dem auch treu bleiben sollte. Viele Menschen passen sich ihren Partnern über die Monate oder Jahre hinweg so stark an, dass die Beziehung plötzlich langweilig wird und jegliche Leidenschaft und jegliches Feuer auslöscht. Die Individualität macht eine Beziehung spannend, leidenschaftlich und herausfordernd. Wir Menschen lieben Abenteuer und Unbekanntes und einen Partner an seiner Seite zu haben, der ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit ist, führt unweigerlich zu Langweile und Frust. Dies bringt mich gleich zum 2. Grundpfeiler einer erfolgreichen Beziehung: der Akzeptanz

 

2. Akzeptanz (Verständnis für die Individualität)

 

Den Partner oder die Partnerin zu verstehen ist schon genug herausfordernd, aber die unterschiedlichen Ansichten auch noch zu akzeptieren ist wahrscheinlich die grösste Herausforderung überhaupt in einer Beziehung. Aber genau dies ist unabdingbar, wenn man sich eine wahrhaftige Beziehung wünscht. Dabei geht es nicht darum, die eigenen Werte zu ignorieren und dem Partner bei allem zuzustimmen. Wenn es um grundlegende Unterschiede in der Wertehierarchie geht, darf man sich nichts vorspielen, dann wird die Beziehung viel mehr Schmerz und Unsicherheit hervorrufen, als Freude und Vertrauen. Es gibt einige Punkte, in denen man sich mehr oder weniger einig sein muss. Ein kleines Beispiel hierfür: wenn jemand sehr viel Wert auf Treue legt, die Partnerin oder der Partner jedoch eher für eine offene Beziehung ist, stimmt das Fundament für die Beziehung nicht. Mehr zu diesem Thema erfährst Du in Punkt 4 – Werte & Interessen. Abgesehen von den fundamentalen Werten, die übereinstimmen müssen, gibt es aber auch viele Kleinigkeiten, die zwar nicht elementar wichtig sind, jedoch häufig zu Auseinandersetzungen führen. Und genau hier ist die Herausforderung der Akzeptanz. Wir haben alle eine unterschiedliche Vergangenheit, wir haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht, verfügen über ein unterschiedliches Wissen und Bewusstsein und unterschiedliche Erwartungen. Meistens betrachten wir unser Gegenüber aus unserer Sicht, ohne uns zu bemühen auch seine oder ihre Sicht zu verstehen. Wir verurteilen den Anderen, weil er anders denkt oder fühlt, als wir es tun. Niemand kann aber zu 100% wissen wie sein Gegenüber sich fühlt und weshalb das so ist. Der Mensch ist so ein komplexes Wesen und jede Sekunde unseres Lebens formt und prägt uns. Man kann daher von einem Menschen nicht erwarten, dass er nach 20, 30, 40 oder noch mehr Jahren seine Weltanschauung und seine Überzeugungen, Glaubenssätze, Verhaltensweisen und Gewohnheiten von heute auf morgen aufgibt. Und wer sagt uns, dass unsere Sicht auf die Dinge die richtige ist? Auch wir haben nur ein begrenztes Wissen und Bewusstsein. Die Tatsache, dass wir alle beschränkt sind und nur einen kleinen Teil der Wahrheit erkennen können, macht es viel einfacher andere Menschen zu akzeptieren. Nicht nur den Partner, sondern alle Menschen, die uns über den Weg laufen. Viele Frauen und Männer wollen ihre Partner formen und nach ihren Vorstellungen gestalten. Das ist das egoistischste und liebloseste, was man tun kann. Jeder hat das Recht sein Leben so zu gestalten, wie er es für richtig hält. Natürlich kann man die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse mit dem Partner teilen aber man darf ihn nicht tyrannisieren, wenn er diese nicht teilt. Ein gutes Beispiel ist hierfür der Sinn für Ordnung. Wir Frauen lieben Ordnung und Hygiene und können uns zu Tode nerven, wenn der Mann nach Hause kommt und innert 5 Minuten ein Chaos verursacht, als hätte ihn ein Hurricane verfolgt. Fairheitshalber muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass dies natürlich nicht auf alle Frauen und auch nicht auf alle Männer zutrifft. Keine Frau der Welt und auch kein Mann der Welt, könnte eine solche Situation schweigend hinnehmen. Aber spätestens nach dem 3. Mal muss man sich bewusstwerden, dass der Andere nicht gleich viel Wert auf Ordnung legt. Nun kann man über Monate hinweg rumnörgeln und sich unattraktiv machen, indem man sich tagtäglich wiederholt und den Partner zu Tode nervt oder man akzeptiert, dass nicht jeder sich in der selben Umgebung wohl fühlt. Wenn ich eine ordentliche und saubere Umgebung schätze, dann ist es auch meine Aufgabe dafür zu sorgen. Und wenn es zu anstrengend wird, weil der Partner einem mit seinem Chaos den letzten Nerv raubt, hat man immer noch die Möglichkeit eine eigene Wohnung zu suchen. Birol und ich sind uns zum Beispiel einig, dass wir in Zukunft zwar ein gemeinsames Haus haben werden, jedoch neben einem gemeinsamen Stockwerk jeder ein eigenes Stockwerk haben wird, welches nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestaltet und genutzt werden kann :)

 

Etwas müssen wir uns in dieser Hinsicht bewusst sein. Niemand kann einen anderen Menschen so stark schwächen oder auch stärken wie der eigene Partner. Oftmals sind wir uns dieser Verantwortung nicht bewusst. In der heutigen Zeit gibt es so viele Herausforderungen, dass wir Partner brauchen, die uns stark machen, Mut zusprechen und Halt geben. Es gibt genügend Dinge die uns belasten. Viele Hausfrauen sind sich beispielsweise nicht bewusst, was ihre Männer leisten. Ein Mann geht tagtäglich zur Arbeit, um die Familie ernähren zu können. Bei der Arbeit steigt der Leistungsdruck immer mehr, die Wirtschaft und das Finanzsystem sorgen zudem dafür, dass wir uns immer weniger leisten können und der steigende Druck sorgt dafür, dass Menschen ihre Emotionen nicht mehr unter Kontrolle haben und an den Arbeitnehmern, Teamkameraden oder Kunden ablassen. Eine Frau wird niemals erfahren unter welchem Druck ein Mann arbeitet und mit welchen Herausforderungen er sich rumschlagen muss, denn Männer sprechen nur selten über ihre Gefühle. Umso mehr Feinfühligkeit und Einfühlsamkeit ist von den Frauen gefordert und natürlich auch umgekehrt. Auch ein Mann wird niemals wissen, wie sich eine Frau fühlt, denn unser Bauplan und unser Biomechanismus unterscheidet sich evolutionsbedingt stark von dem des anderen Geschlechts. Eine Frau wünscht sich Sicherheit, Vertrauen, Zuneigung und Verständnis. Ein Mann legt mehr Wert auf Anerkennung und Wertschätzung. Werden diese Bedürfnisse nicht befriedigt, entsteht ein Mangelgefühl. Dies führt häufig zu einem Seitensprung oder einer Affäre. Ein unbefriedigendes Sexleben ist viel weniger häufig die Ursache eines Seitensprunges, als man denkt. Wir leben in einer schnelllebigen und oberflächlichen Zeit. Umso wichtiger ist es, worauf man sich konzentriert. Alles ist eine Frage des Fokus. Wenn man sich auf die schönen Eigenschaften und Gewohnheiten des Partners konzentriert, wird man immer Bewunderung für ihn finden. Wenn man sich jedoch immer darauf konzentriert was alles nicht stimmt oder besser sein könnte und den Partner klein macht, kann man einen Menschen unbewusst kaputt machen. Ein Mann möchte seine Frau glücklich machen und wenn er das Gefühl hat er schafft dies nicht, wird er selbst unglücklich. Auch wenn er dies nicht sagt. Einem Mann das Gefühl zu geben er sei nicht gut genug oder er mache alles falsch ist wohl das Schlimmste, was eine Frau tun kann. Niemand kann einen Mann so sehr verletzen wie seine Frau. Wir Frauen haben daher eine grosse Verantwortung unsere Männer zu unterstützen und zu stärken. Alle Frauen wünschen sich einen starken Mann aber viele Frauen schwächen ihre Männer unbewusst. Das Gleiche gilt natürlich für die Männer da draussen. Ihr müsst auf eure Frauen aufpassen, denn wir sind sehr feinfühlige Wesen, auch wenn wir oftmals die Starken spielen. Eine harmonische Beziehung entsteht dann, wenn jeder seine Rolle spielen darf und sich nicht verstellen muss. Wenn jeder sich selbst sein darf und die Beziehung trotz Meinungsverschiedenheiten mehrheitlich erfüllt von Spass, Leidenschaft, Wachstum, Freude, Motivation, Inspiration, Erlebnissen und schönen Momenten ist, dann sollte man dankbar sein und sich nicht auf die kleinen Dinge fokussieren, die nicht passen. Und wenn man zu viele Kompromisse eingehen muss, dann ist es wahrscheinlich nicht der richtige Partner. Akzeptanz braucht es in beiden Fällen.

 

3. Vertrauen

 

Der 3. Grundpfeiler einer liebevollen Beziehung ist Vertrauen. Keine Beziehung kann auf Dauer harmonisch verlaufen, wenn man dem Partner nicht vertraut. Vertrauen bedeutet dabei 100%-iges, bedingungsloses Vertrauen. Der Grundsatz „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ ist dabei Gift für jede Beziehung. Sobald die Kontrollspielchen in einer Beziehung beginnen, ist meist das Leid nicht weit entfernt. Es ist ein Teufelskreis, denn wenn Du deinem Partner nicht vertraust und ihn kontrollierst, spürt er dies auf der metaphysischen Ebene. Wir sprechen immer, auch wenn wir nicht sprechen. Über unsere Körpersprache und unser elektromagnetisches Feld tauschen wir jederzeit Informationen aus. Unsere Intuition ist nicht von ungefähr. Sie stammt von der Wahrnehmung und Entschlüsselung dieser unsichtbaren Informationen. Wenn jemand spürt, dass man ihm nicht vertraut, sinkt auch das Vertrauen seinerseits in die Beziehung und die Verlockung sich anderweitig umzuschauen steigt. Da ist es nicht erstaunlich, dass man früher oder später etwas findet und dann stolz sagen kann „ich habe es doch gewusst“. Aber weshalb stolz sein recht zu haben, wenn man es meist selbst ausgelöst und dadurch die Beziehung sabotiert hat. Natürlich ist nicht jeder von Natur aus treu, dies wird sehr stark von unseren Werten gesteuert. Fakt ist, dass wir alle einem evolutionsbedingten sexuellen Trieb unterliegen. Im Gegensatz zu den Tieren verfügen wir aber über eine Grosshirnrinde und einen Frontalkortex, eine Region in unserem Gehirn die alles kontrollieren und steuern kann – auch unseren Sexualtrieb. Fremdgehen ist daher immer eine Entscheidung, jedoch ist der Partner oder die Partnerin oftmals mitverantwortlich. Kontrolle ist dabei nicht der richtige Weg. Wenn wir lernen auf unsere innere Stimme zu hören wissen wir intuitiv sofort, wenn etwas nicht stimmt. Zudem hat jeder Mensch ein Recht auf seine Privatsphäre. Man muss nicht alles mit seinem Partner oder seiner Partnerin teilen. Daher ist es auch absolut unangebracht im Handy, PC oder in privaten Unterlagen herumzuschnüffeln. Sich für all seine Gedanken rechtfertigen zu müssen hat nichts mit Freiheit zu tun und Freiheit ist unser Geburtsrecht. Wie oben erwähnt, wer liebt lässt frei und wer frei lässt vertraut. Eine meiner Schülerinnen hat mich gefragt, ob ich nicht eifersüchtig bin und Angst habe, wenn Birol selbst unterwegs ist. Manchmal geht er für ein paar Tage alleine nach Lugano oder ins Ausland. Da ich ihm aber zu 100% vertraue rufe ich ihn in dieser Zeit nicht einmal an. Es ist wichtig, dass man seinem Partner den Freiraum lässt, den er braucht und mir ist bewusst, dass jemand nicht ins Ausland gehen muss, um seine Frau zu betrügen. Ein unglücklicher Mann schafft es auch zwischen Arbeit und Abendessen fremdzugehen, wenn er darauf aus ist. Aus meiner Sicht hat Eifersucht sehr viel mit einem Mangel an Selbstvertrauen zu tun. Wer sich über die eigenen Qualitäten bewusst ist wird nicht so schnell eifersüchtig.

 

4. Werte, Interessen & gemeinsame Ziele

 

Weshalb scheitern die meisten Beziehungen? Nach einer Phase, in welcher man sich noch stark anpasst, um dem anderen zu gefallen, fällt diese Hülle plötzlich ab, und das Innere kommt zum Vorschein. Oftmals erkennt man dann, dass neben den äusserlichen Merkmalen nicht viel bleibt, was einem anzieht. Aus meiner Sicht sind es unterschiedliche Werte, Interessen und Ziele, die einer harmonischen Beziehung meist im Weg stehen. Die heutige Welt ist so oberflächlich, dass wir uns nach dem äusseren Erscheinungsbild richten und nach oberflächlichen Gesprächen eine Beziehung eingehen. Anfangs stört es vielleicht nicht, wenn die Interessen nicht geteilt werden. Aber mit der Zeit erkennt man, dass man nicht von einer qualitativ hochwertigen Beziehung sprechen kann, wenn man nebeneinander aber nicht miteinander lebt. Die wichtigste Frage ist daher was ist Dir wirklich wichtig im Leben? Legst Du Wert auf Oberflächlichkeit oder auf Tiefgründigkeit? Legst Du Wert auf Treue oder nicht? Legst Du Wert auf persönliches Wachstum oder liebst Du den Status quo und bist eher bequem? Welchen Stellenwert nehmen Spiritualität und Glaube in deinem Leben? Bist Du abenteuerlustig? Bist Du risikofreudig oder sicherheitsbezogen? Bist Du gesundheitsbewusst oder eher der Fast-Food-Typ? Machst Du gerne Parties oder bist Du lieber mit deiner Familie oder deinem Partner? Bist Du mutig oder ängstlich? Legst Du Wert auf tiefgründige Gespräche? Auf was legst Du bei deinem Partner wert? Wo liegen deine Interessen: Sport, Kunst, Psychologie, Quantenphysik, Spiritualität, Biologie, Unternehmertum, Kommunikation, usw.? All diese Fragen solltest Du längst beantworten, bevor Du eine Beziehung eingehst. Und auch gemeinsame Ziele sind nicht zu unterschätzen. In welchem Land möchtest Du in Zukunft leben? Möchtest Du Kinder? Möchtest Du Dich selbständig machen? Hast Du irgendwelche Projekte oder Träume, die Du unbedingt verwirklichen möchtest? Stimmt ein Grossteil der Interessen und Werten nicht überein kann keine zufriedenstellende und erfüllende Beziehung entstehen.

 

5. Spass & Abwechslung

 

Nichts ist auf Dauer frustrierender als Routine. Immer die gleichen Gespräche, immer derselbe Tagesablauf, immer die gleichen Probleme und immer zur gleichen Zeit Sex. Dies ist leider die Realität vieler Paare. Birol ist seit 13 Jahren Unternehmer und hatte das Privileg tausende Gespräche führen zu dürfen. Bei allen Gesprächen ging es ungefähr um das Gleiche: gesundheitliche Probleme, finanzielle Probleme, die Frage nach dem Sinn des Lebens, Probleme im Job oder Beziehungsprobleme. Viele Beziehungen verlieren die anfängliche Leidenschaft und Bewunderung durch Gewohnheit und Routine. Routine ist der Killer der Leidenschaft. Daher sind Spass und Abwechslung ein absolutes Muss. Ich könnte mir nicht vorstellen mit jemandem zusammen zu sein, der nicht denselben Humor hat wie ich. Was Birol und mich auch in schweren Zeiten zusammengehalten hat, ist neben der Liebe insbesondere die Tatsache, dass wir unglaublich viel lachen. Ich glaube es ist in den letzten 5 Jahren kein Tag vergangen, an dem er mich nicht zum Lachen gebracht hat. Das führt zwar zu vielen Lachfalten, aber auch zu viel Lebensfreude. Zu so einem Partner kommt man immer wieder gerne nach Hause. Was den meisten Menschen, insbesondere in der Schweiz im Weg steht glücklich zu sein ist der Verstand. Man fragt sich immer was könnte der andere von mir denken? Wie könnte ich wirken? Was würden meine Freunde denken? Oder meine Familie? Und genau dieses Denken ist es, das uns davon abhält uns selbst zu sein und das zu tun, was uns richtig Spass macht und erfüllt. Mal ehrlich, es ist doch scheissegal was die Freunde, die Familie oder die Nachbarn von Dir denken, solange Du Spass hast und Du selbst sein darfst. Man kann es sowieso nicht allen recht machen und dies zu versuchen raubt einem die ganze Lebensenergie, welche man viel besser einsetzen könnte. Seit es mich nicht mehr interessiert was andere über mich denken bin ich zwar einige „Freunde“ losgeworden, aber ich bin glücklich und frei. Und nur wer sich frei fühlt und authentisch ist, kann langfristig und aufrichtig Spass am Leben haben. Und wer Spass am Leben hat, bringt auch Spass in die Beziehung. Wir können mit anderen nur das Teilen, was in uns ist.

 

6. Sexualität

 

In einer Zeit in welcher der Pornografie-Markt boomt, sich Frauen halbnackt auf ihren Social-Media-Profilen wie Produkte präsentieren und Männer sich über ihr Sixpack und ihre Adern auf den Armen definieren und ebenfalls halb nackte Bilder von sich ins Internet stellen, ist es paradoxerweise sehr erstaunlich, wie verklemmt unsere Gesellschaft ist, wenn es um das Thema Sexualität geht. Spricht jemand über Sex, wird es gleich still. Da erstaunt es nicht, dass Sexualität zwar innerhalb oder auch ausserhalb von Beziehungen praktiziert wird, jedoch kaum jemand offen und ehrlich über seine sexuellen Wünsche, Vorstellungen aber auch Werte mit dem eigenen Partner oder der Partnerin spricht. Das ist aber ein elementar wichtiges Thema. Wir alle werden bis zu einem bestimmten Grad von unserem sexuellen Trieb gesteuert – die einen mehr, die anderen weniger, aber jeder gesunde Mensch ist davon betroffen. Und gerade weil die meisten nicht offen und ehrlich kommunizieren können, verstärken sich nicht befriedigte Bedürfnisse und bei der ersten Krise gehen viele ihren Partnern fremd. Der Grund, weshalb man nicht offen darüber spricht, ist oftmals auch die fehlende Offenheit und Akzeptanz des Gegenübers. Wenn ein Mann zu seiner Frau sagt er fühle sich zu attraktiven Frauen hingezogen ist er gleich ein Arschloch. Und wenn eine Frau sowas ausspricht, dann fallen noch viel schlimmere Worte. Aber Fakt ist, dass dies in unseren Genen nun mal so programmiert wurde. Jemanden dafür zu verurteilen wäre gleich absurd, wie jemanden dafür zu verurteilen, dass er gerne isst. Bei den einen ist es nun mal mehr ausgeprägt und bei anderen weniger aber dafür können wir ja nichts. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Den Trieb als Ausrede zu nehmen, um den Partner oder die Partnerin zu betrügen ist nicht nur schwach, sondern lächerlich. Wir wurden mit der Fähigkeit ausgestattet bewusste Entscheidungen zu treffen. Fakt ist aber auch, dass die meisten Seitensprünge nicht aufgrund des Triebes entstehen, sondern viel tiefgründigere Ursachen haben. Der Trieb ist dann nur noch der Auslöser zum Seitensprung, welcher die bestehenden Beziehungsprobleme zum Vorschein bringt. Wir sollten daher unserem Partner oder unserer Partnerin den Freiraum lassen, die eigenen Gefühle und Vorstellungen in Worte fassen zu dürfen, um ihn oder sie besser zu verstehen und kennenzulernen. Dies verbessert nicht nur das Sexleben, sondern die ganze Beziehung. Eine offene Kommunikation ist daher unabdingbar, nicht nur wenn es um die Sexualität geht. Daher ist der 7. Grundpfeiler einer erfolgreichen Beziehung eine offene Kommunikation.

 

7. Offene Kommunikation

 

Wenn wir zu Hause nicht offen und ehrlich sein dürfen wo dann? Eines der grössten Bedürfnisse des Menschen ist verstanden zu werden. Aber wie können wir verstanden werden, wenn wir uns nicht offen und ehrlich über die eigenen Gefühle und Ansichten ausdrücken können? Oder ausdrücken dürfen? Es bedingt die Offenheit beider Parteien. Um seine innere Welt mit dem Partner zu teilen, bedarf es extrem viel Vertrauen. Wenn wir unser Innerstes offenlegen, machen wir uns zugleich verletzlich. Aber wir öffnen auch die Tür zu einer unglaublich vertrauten Beziehung. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei dieses Vertrauen nicht zu missbrauchen. Oftmals werden im Streit Dinge erwähnt, die den Partner oder die Partnerin verletzen und welche er oder sie im Vertrauen geteilt hat. Das ist Gift für jede Beziehung. Wenn Dir jemand sein Vertrauen schenkt, musst Du ihm die Wertschätzung und Dankbarkeit dafür zeigen, indem dieses Vertrauen nicht missbraucht wird. Nur so kann er oder sie sich weiter öffnen und ihr könnt euch noch näherkommen. Kommunikation ist etwas vom schwierigsten überhaupt. In der Schule lernen wir Sprachen aber niemand lehrt uns wirkungsvoll, einfühlsam und geschickt zu kommunizieren. Im Nachhinein heisst es oftmals „ich habe es nicht so gemeint“. Aber die Verletzung hat da bereits stattgefunden und die Narben werden ersichtlich bleiben. Daher sollten wir unsere Worte mit Vorsicht wählen. Worte haben enorme Macht. Mit Worten kann man jemanden aufbauen oder zerstören. Man kann Beziehungen vertiefen oder ruinieren. Man kann sich Chancen ergattern oder verbauen. Kommunikation ist einfach alles. Von allem, was ich von Birol lernen durfte und das war nicht gerade wenig, war das etwas vom Wertvollsten. Mir war vorher nicht bewusst, wie wichtig Kommunikation in jedem Lebensbereich ist und ich bin unendlich dankbar dies erfahren zu haben. Wahrscheinlich ist es nicht schwer zu erkennen wie sehr ich Birol schätze und bewundere. Seit 5 Jahren ist er meine Inspiration und ich finde jeden Tag aufs Neue Bewunderung für diesen wundervollen Menschen. Daher bin ich aus eigener Erfahrung der Überzeugung, dass genau diese nicht erlöschende Bewunderung das Feuer unserer Beziehung ist. Dass ist auch der Grund, weshalb Bewunderung der 8. Grundpfeiler einer harmonischen und langanhaltenden Beziehung ist.

 

8. Bewunderung

 

Solange man Bewunderung für einen Menschen empfindet, fühlt man sich immer hingezogen zu ihm. Bewunderung kommt aber nicht von selbst. Auch dies ist wieder eine Frage des Fokus. Alles worauf man sich konzentriert verstärkt sich. Das ist nicht unbedingt unmittelbar eine Verstärkung dessen, worauf man sich konzentriert, sondern vielmehr eine Verstärkung der eigenen Gefühle und Emotionen, während man sich darauf konzentriert – bei guten, wie auch bei schlechten Eigenschaften. So kann man sich über Kleinigkeiten zu Tode nerven, aber man kann sich auch aufgrund von Kleinigkeiten immer wieder aufs Neue in den Partner verlieben. Jemand, der unglücklich in einer Beziehung ist hat aus meiner Sicht kein Mitleid verdient. Nicht, wenn er in einer Kultur aufgewachsen ist, in welcher er sich den Partner oder die Partnerin selbst aussuchen kann. Ich finde es nicht nur unangebracht, sondern extrem mühsam und zeitraubend, wenn sich jemand permanent über den Partner beklagt. Wenn man für den eigenen Partner keine Bewunderung finden kann, dann ist es wahrscheinlich nicht der richtige. Und dann liegt es in der eigenen Verantwortung das Ganze zu beenden und nicht andere damit zu belasten. Insbesondere Frauen tendieren oftmals dazu ihre Partner schlecht darzustellen. Ich finde das hat kein Mann verdient, denn nichts ist erniedrigender als von jemandem runtergemacht zu werden, mit dem man die intimsten Geheimnisse, die vertraulichsten Informationen und wertvolle Zeit geteilt hat.

 

9. Respekt

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gesunde Beziehung ist aus meiner Sicht Respekt. Die Tatsache, dass dieser Punkt als zweitletzter aufgelistet ist, sagt nichts über seinen Stellenwert aus. Denn, wenn der Respekt in der Beziehung fehlt, kann niemals die Rede von einer harmonischen Beziehung sein, auch wenn alles andere stimmt, was aus meiner Sicht gar nicht möglich ist. Verhält sich jemand respektlos, schenkt man dieser Person bestimmt kein Vertrauen. Und mit der Bewunderung wird’s spätestens da wahrscheinlich etwas schwer. Von Liebe ganz zu schweigen. Aus meiner Sicht bedeutet jemanden zu lieben, seinen Wert zu erkennen. Wertschätzung hat sehr viel mit Respekt zu tun. Wenn ich den Wert eines Vorgesetzten schätze, werde ich den Job bestimmt nicht durch respektloses Verhalten ihm gegenüber aufs Spiel setzen. Das ist jedem bewusst. In der Beziehung geht dies aber oftmals unter. Viele verlieren zuerst die Bewunderung, dann die Wertschätzung und zum Schluss den Respekt vor dem Partner. Man sollte aber niemals vergessen, dass in jedem von uns ein verletztes Kind wohnt, dass eigentlich nur geliebt und verstanden werden möchte. Wir alle machen Fehler und verfügen nicht über alle Fähigkeiten, die eine perfekte Beziehung voraussetzen würde. Und dennoch darf man niemals den Respekt vor dem anderen verlieren. Nicht in Beziehungen aber auch sonst nirgendwo. Der Mensch ist ein wunderschönes Wesen und hat es verdient trotz Ecken und Kanten respektiert zu werden. Das heisst nicht, dass man sich schweigend alles gefallen lassen soll. Aber bevor man respektlos wird, beendet man besser die Beziehung oder zumindest das Gespräch. Wenn man die eigenen Emotionen nicht im Griff hat, sucht man lieber das Weite und spricht dann wieder, wenn der Frontalkortex, also der bewusste Verstand wieder eingeschaltet ist.

 

10. Wachstum

 

Alles was lebt wächst. So auch unsere Beziehung. Wenn wir diese am Leben erhalten wollen, müssen wir für stetiges Wachstum sorgen. Wachstum in der Liebe, Wachstum in der Akzeptanz, Wachstum im Vertrauen, Wachstum in der Bewunderung und Wachstum in Verständnis und im Zusammenhalt. Wer stets durch konstruktive Kommunikation an der Beziehung arbeitet, kommt nicht drum herum Wachstum in all diesen Bereichen zu erfahren. Solange dies der Fall ist, kann eine Beziehung niemals langweilig werden und auch die Leidenschaft erlischt nicht. Wer einmal die Erfahrung einer ehrlichen, offenen, vertrauten und engen Beziehung gemacht hat, möchte diese niemals missen und wird immer an sich selbst und an der Beziehung arbeiten. Was vielleicht anstrengend klingt, ist in Wahrheit sehr erfüllend und bereichernd. Zusammen ist man viel stärker und eine Frau in ihrer ganzen Weiblichkeit ergänzt einen Mann mit seinen männlichen Qualitäten, genau wie Ying und Yang, die sich perfekt ergänzen und zu einem Ganzen werden. Und liebe Männer seid euch immer bewusst, eine Frau, die in ihrer Rolle als Frau richtig aufgeht, ist immer nur so stark, wie ihr Mann es ist, auch wenn die meisten Frauen dies niemals zugeben würden :)

 

Ich hoffe, dass Dir dieser Blog gefallen hat und Du auch das ein oder andere für Dich und deine Beziehung mitnehmen kannst. Bitte teile ihn auch mit deinen Freunden, damit wir die Scheidungsrate wieder etwas runterdrücken können ;)

 

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